Progesteron: Studie mit über 1.000 Frauen belegt hohe Sicherheit für die Gebärmutter

Progesteron: Studie mit über 1.000 Frauen belegt hohe Sicherheit für die Gebärmutter

Das weibliche Gestagen Progesteron ist wichtig für die Fortpflanzung und einen stabilen Zyklus. Sobald die fruchtbaren Jahre der Frau enden, geht jedoch die Bildung des Sexualhormons in den Eierstöcken zurück. Die moderne Medizin kann dem Körper zuführen, was er selbst nicht mehr produzieren kann.

Meist schon mit etwa Mitte Vierzig, in der Prämenopause, produziert der weibliche Körper immer weniger Progesteron. Infolgedessen erleben viele Frauen erste Zyklusschwankungen. Nicht selten sind die Zyklen verkürzt oder Schmierblutungen vor der eigentlichen Regelblutung treten auf. Diese Unregelmäßigkeiten können behandelt werden, indem man dem Körper beispielsweise in der zweiten Zyklushälfte das Hormon zuführt, das er selbst nicht mehr ausreichend bildet: bioidentisches Progesteron. Im Laufe der Zeit werden die Menstruationszyklen jedoch immer unregelmäßiger und bleiben zum Teil sogar ganz aus – und auch die Östrogenproduktion in den Eierstöcken geht zurück.

Studie: Genauso sicher wie Placebo

Frauen, die während und nach den Wechseljahren unter Beschwerden leiden, kann eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen helfen. Haben sie noch ihre Gebärmutter, verschreibt der Gynäkologe zusätzlich zu Östrogenen stets auch ein Gestagenpräparat zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut vor Wucherungen. Beispielsweise kann natürliches bioidentisches Progesteron eingesetzt werden. Kürzlich wurde in einer großen Studie1 mit 1.255 Frauen gezeigt, dass die über zwölf Monate durchgeführte kontinuierliche HRT mit Östradiol und Progesteron, genauso wie Placebo, bei keiner Patientin Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut zur Folge hatte.

Orales Progesteron – zugelassen und geprüft

Ihre Ergebnisse beziehen sich jedoch ausschließlich auf Präparate zur oralen Einnahme. Denn im Rahmen einer HRT bietet die transdermale Anwendung von Progesteron als Salbe oder Creme keine ausreichende Sicherheit für die Gebärmutterschleimhaut.2 Fachgesellschaften raten darüber hinaus von Individual-Rezepturen aus der Apotheke ab: Für sie liegen keine Studien, keine Patienteninformationen und keine Kontrollen vor.3,4,5 Dafür gibt es zugelassene, industriell gefertigte Hormonpräparate, die laufenden Qualitäts- und Sicherheitskontrollen unterliegen (wie Utrogest®).

Weitere Informationen gibt es unter www.progesteron.de.

Quellen:

  1. Lobo RA et al. Obstet Gynecol. 2018;132(1):161-170
  2. Ruan X et al. Maturitas 2014 Nov; 79(3):248-55
  3. The North American Menopause Society (NAMS) (2017). Menopause. 24(7):728–53
  4. British Menopause Society (BMS) (2017). Post Reprod Health. 23(3):149
  5. de Villiers TJ et al. (2016). Maturitas. 91:153–5